Mobil und flexibel unterwegs – hat das Klapprad Nachteile?

Klapprad Nachteile

Hat man mit einem Klapprad Nachteile? Diese Frage kommt überraschend, denn in den meisten Fällen werden vor allem und ausschließlich die Vorteile des Klapprades oder Faltrades aufgezählt. Das werden wir in diesem Beitrag auch tun, aber es sollen auch die Nachteile erwähnt werden. Einige gibt es nämlich doch, auch wenn die positiven Eigenschaften des mobilen Allrounders stark überwiegen.

 

Wieso Klappräder bei Jung und Alt so beliebt sind

Hast Du schon ein Klapprad, oder bist Du hier, um Dich zu informieren, ob ein solcher faltbarer Drahtesel etwas für Dich wäre? Egal, aus welchem Grund Du diesen Beitrag liest: Du hast entweder selbst schon erfahren, wie praktisch Dein Klapprad ist, oder über Menschen gestaunt, die ihr Rad im Paket herumtragen oder winzig klein zusammengefaltet im Auto oder im Zug verstauen. Und genau hier sind wir schon beim Hauptgrund, warum Menschen auf die Falträder schwören: Man kann sie überall mit hinnehmen, auch, wenn man gerade nicht darauf fährt.

Vor allem Berufspendler schwören auf das Klapprad, denn es kann kostenlos im Bus oder in der Bahn mitgenommen werden. Längere Strecken legt man also bequem mit den öffentlichen Transportmitteln zurück und die kürzere Strecke zum Arbeitsplatz wird dann mit dem Rad erledigt. Der einfache Transport ist es auch, welcher das Klapprad im Urlaub zu einem idealen Begleiter macht. Mit dem Klapprad ist man deutlich flexibler als mit einem großen, normalen Fahrrad unterwegs.

 

Klapprad Nachteile

 

Falten oder Klappen – Gibt es Klapprad Nachteile durch die Falttechnik?

Der bequeme und einfache Transport des Klapprads liegt eben an der Technik des Zusammenfaltens oder Zusammenklappens. Aber auch wenn die Begriffe Faltrad und Klapprad meist synonym verwendet werden, unterscheiden sich die Techniken des Zusammenlegens voneinander. Grundsätzlich gilt der grobe Unterschied, dass ein Klapprad meist tatsächlich nur einmal in der Mitte zusammenklappbar, ein Faltrad aber oft mehrmals faltbar ist. An dieser Stelle ergibt sich schon ein erster möglicher Klapprad Nachteil, da es möglicherweise nicht so klein zusammenlegbar ist wie ein Faltrad.

 

Klapprad – die Vorteile in der Kurzübersicht

Nun, einen kleinen Nachteil beim Klapprad gegenüber dem Faltrad, also innerhalb der eigenen Liga, haben wir schon erwähnt. Grundsätzlich aber ist die Faltbarkeit oder Klappbarkeit ein großer Vorteil des Klapprades. Weitere Vorteile des Faltrades gegenüber dem herkömmlichen Fahrrad sind:

  • kostenloser Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • leichter Transport
  • besserer Diebstahlschutz durch Aufbewahrung in Innenräumen
  • geringes Gewicht
  • sehr gute Beschleunigung und Antrittsgeschwindigkeit

 

Dinge, die beim Klapprad und beim normalen Fahrrad fast gleich sind

Ehe wir zu den Nachteilen von Klapprädern kommen, sollen noch die Dinge Erwähnung finden, die beim Klapprad und beim normalen Fahrrad nahezu gleich sind.

Aufsteigen und Absteigen 

Das Aufsteigen und Absteigen unterscheidet sich kaum von dem beim normalen Fahrrad. Man kann genauso mit dem Beinschwung über den Sattel wie auch mit dem Bein über das innere Rahmenrohr auf- und absteigen.

Schalten

Die meisten Klappräder sind mit einer Nabenschaltung ausgerüstet. Es gibt aber auch die Kettenschaltung. Es sind also auch beim kleinen Allrounder drei bis 17 Gänge möglich. Hier gibt es große Unterschiede zwischen den Herstellern, das Schalten selbst aber unterscheidet sich nicht von dem bei normalgroßen Fahrrädern.

Treten

Viele denken, dass man mit einem Klapprad den Nachteil hat, dass man unglaublich viel mehr treten muss als mit einem normalen Fahrrad. Das stimmt allerdings nur, wenn das Faltrad eine wirklich sehr kleine Reifengröße von zum Beispiel nur 12 Zoll hat, oder wenn die Übertragung sehr unausgewogen ist. Mit einem größeren Kettenblatt vorne und einer kleineren Ritzel hinten treten auch bei Reifengrößen zwischen 16 und 20 Zoll fast keine Unterschiede zum normalen Fahrrad auf.

Bremsen

Natürlich lässt sich auch ein Klapprad genauso gut abbremsen wie ein normales Bike. Der faltbare Drahtesel kommt mit modernen Bremssystemen wie Seitenzugbremsen, Scheibenbremsen oder V-Brakes daher. Die Bremsen sind in fast allen Fällen auch ohne Probleme tauschbar, um die Sicherheit zu erhöhen oder das gewohnte Bremsgefühl eines speziellen Systems herzustellen.

Fahren

Auch das Fahrgefühl beim Klapprad weist keine Nachteile zum normalen Bike auf. Auffallend ist die etwas bessere Beschleunigung der kleinen Laufräder von bis zu 20 Zoll. Allerdings treten hier kleinere Kreiselkräfte auf, was bei manchen Faltesel-Neulingen ein Gefühl des Wackelns erzeugen kann. Daran gewöhnt man sich aber schnell und fährt dann auch das Klapprad wie ein großes Fahrrad. Auch freihändiges Fahren ist bei den meisten Klapprädern kein Problem.

 

Klapprad Nachteile

Der letzte Punkt der Auflistung, welche Dinge beim Klapprad wie beim normalen Fahrrad sind, kann auch schon als ein Klapprad Nachteil gesehen werden. Das als wacklig empfundene, anfänglich andere Fahrgefühl ist allerdings nur ein anfänglicher Punkt der Ungewohnheit, und kann nicht unbedingt als direkter Nachteil aufgezählt werden. Dafür gibt es aber auch einige wenige Klapprad Nachteile, die man nicht verschweigen kann. Das sind vor allem die etwas eingeschränkten Einsatzbereiche und der höhere Wartungsaufwand.

 

Höherer Wartungsaufwand durch viele Teile

Ein Nachteil sind die vielen Spezialteile, die sich an einem Faltrad oder Klapprad befinden. Dadurch kann auch mehr kaputtgehen als beim normalen Rad. Auch besonders häufiges Zusammenklappen erhöht den Wartungsaufwand. Des Weiteren kann es zu einem schnelleren Verschleiß der Reifen kommen, da die geringere Klapprad Reifengröße zu insgesamt längerem Fahrbahnkontakt der Laufflächen pro Strecke führt.

 

Fehlende Geländetauglichkeit

Ein schon etwas deutlicheres Manko bei den Klapprädern ist der etwas beschränkte Einsatzbereich. Die kleinen Fahrräder sind in der Stadt und auf ebenen, glatten Belägen auch für längere Strecken ideal. Aber im Gelände tun sich Falt- und Klappräder wirklich schwer. Zwar kann man ein Klapprad geländetauglich machen, aber es wird sich im Fahrverhalten, Geschwindigkeit und Komfort immer deutlich von speziellen Mountainbikes unterscheiden. Auch in Sachen Geschwindigkeit ergeben sich bei Klapprädern größere Nachteile gegenüber Tourenrädern und Rennrädern als beim normalen City-Bike.

 

Ausschluss sehr großer und schwerer Personen

Als letzter Nachteil von Klapprädern und Falträdern soll noch genannt sein, dass manche Personengruppen es etwas schwerer haben, mit dem Klapprad zu fahren. Bei Körpergrößen bis 1,80 bis 1,85 Meter geht es bei entsprechender Reifengröße noch ganz gut, mit dem Klapprad unterwegs zu sein. Besonders kleine Reifengrößen zwischen 10 und 16 Zoll sind für diese Körpergrößen aber absolut ungeeignet.

Auch bei zunehmendem Körpergewicht fallen mehr und mehr Modelle weg, da sie sehr schwere Menschen nicht komfortabel tragen können. Menschen mit einem Körpergewicht von mehr als 100 und 120 Kilogramm kennen dieses Problem aber auch schon bei normalen Fahrrädern, mit denen sie in der Regel auch nicht sicher unterwegs sein können.

 

Klapprad Nachteile – was sind die Alternativen?

Du hast gesehen: Es gibt nur wenige Klapprad Nachteile. Die Vorteile überwiegen deutlich. Sollte der Kauf eines Faltesels aber aus welchem Grund auch immer ausfallen, dann gibt es Alternativen. Eine ist ein Tretroller zum Klappen. Die sind nicht so schnell, aber Du kommst mit Bus und Bahn und auf kurzen Strecken gut voran.

Willst Du mehr Komfort, den das einfache Klapprad nicht bieten kann, dann schau nach einem Klapprad als E-Bike. Damit kannst Du Anstiege leichter überwinden und auch längere Strecken ohne frühzeitige Ermüdung fahren, solltest Du nicht ein super trainierter erfahrener Radler sein, der sein Faltrad als Haupt-Rad nutzt.