Klapprad Tuning – So pimpst Du Dein Bike

Klapprad Tuning

Hast Du Dich schon einmal gefragt, ob Du Dein Bike mit etwas Klapprad Tuning noch ein bisschen aufpeppen könntest? Eigentlich ist das bei einem neuen Faltrad gar nicht notwendig, denn man kann sich gleich die perfekte Ausstattung, das gewünschte Material und die Farbe aussuchen. Anders sieht es beim Klapprad Tuning von alten Rädern wie Mifa oder Herkules aus. Und auch E-Bike-Besitzer denken immer mal wieder über ein Tuning ihres Faltesels nach. Der Beitrag schaut sich die Möglichkeiten, das Klapprad zu tunen, etwas genauer an.

 

Was ist Klapprad Tuning überhaupt?

Grundsätzlich geht es beim Tunen um das Verändern von Fahrzeugen aller Art. Das Pimpen und Verbessern hat da auch vor Fahrrädern keinen Halt gemacht. Beim Klapprad Tuning geht es wie bei allen anderen Tuning-Vorhaben um individuelle Anpassungen im Hinblick auf die Ästhetik, aber auch um Performance und Komfort.

Unsere kurze Liste soll aufzeigen, welche Bereiche beim Klapprad Tuning angesprochen werden.

  1. Gewicht reduzieren: Häufig geht es vor allem beim Fahrrad- und Klapprad Tuning darum, das Gewicht des Bikes zu reduzieren. Hierbei werden häufig Bauteile wie Lenker, Sattel, Sattelstützen oder Laufräder durch leichtere ersetzt.
  2. Fahrkomfort erhöhen: Eine weitere Motivation, das Klapprad zu tunen, ist die Erhöhung des Fahrkomforts. Das erreicht man mit mehr federnden und dämpfenden Teilen wie Gabeln, Dämpfer und Teleskop-Sattelstützen.
  3. Leistung erhöhen: Beim Tuning von Bikes geht es oft auch um eine bessere oder höhere Leistung. Oft werden dafür besondere Bauteile von bekannten Marken benutzt, um die Bikes leistungsfähiger und haltbarer zu machen. Das können Schaltungen sein, aber auch Tretlager oder viele andere Dinge.
  4. Optik verbessern: Vor allem bei älteren Klapprädern geht es beim Tunen häufig auch um die Verbesserung der Optik. Farben, Beschichtungen, andere Griffe, andere Sättel, Änderungen an Lenker, Gabel, Kettenschutz und vieles mehr sind hier zu nennen.
  5. Sicherheit erhöhen: Nicht zuletzt geht es beim Klapprad Tunen auch um die Erhöhung der Sicherheit. Dabei spielen bessere Bremssysteme oder auch hochwertigere Reifen, zum Beispiel mit mehr Grip im Gelände, eine Rolle.

Klapprad Tuning

Klapprad Tuning beim E-Bike – Was ist möglich und erlaubt?

Der erste große Bereich beim Klapprad Tuning ist das Pimpen des E-Bikes. Natürlich ist der Trend der Motorunterstützung auch an den praktischen Falträdern und Klapprädern nicht vorbeigegangen. Beim E-Bike dreht es sich in Sachen Tuning vor allem um die Erhöhung der maximalen Klapprad Geschwindigkeit beziehungsweise um das Umgehen der Begrenzung der motorunterstützten Maximal-Geschwindigkeit von 25 km/h.

Grundsätzlich ist die Erhöhung der Geschwindigkeit des E-Klapprades auch ohne Tuning möglich: nämlich ganz einfach durch Muskelkraft. Das aber genau wollen so manche eben umgehen und setzen daher auf Chip-Tuning. Ehe Du jetzt nach Chips für Deinen E-Bike-Motor suchst, mach Dir bewusst, dass das E-Bike-Tuning per Chip, um die mögliche Geschwindigkeit des Fahrrads mit Motorunterstützung auf mehr als 25 km/h zu bringen, illegal ist. Erreichst Du mit Motorunterstützung mehr als die zugelassenen 25 km/h, fährst Du offiziell kein Klapprad mehr, sondern ein Kleinkraftrad. Um dieses getunte Klapprad fahren zu dürfen, brauchst Du dann:

  • ein Kennzeichen
  • eine Betriebserlaubnis
  • mindestens eine Fahrerlaubnis der Klasse AM

Darüber hinaus besteht natürlich Helmpflicht und Du musst auf der Fahrbahn fahren. Fährst Du Dein getuntes E-Klapprad ohne Betriebserlaubnis, droht Dir ein Punkt in Flensburg und ein Bußgeld von 70 Euro. Fahren ohne Fahrerlaubnis und Versicherungskennzeichen stellt sogar eine Straftat dar.

 

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Weitere Informationen

Legales E-Klapprad Tuning

Es gibt aber auch legale Möglichkeiten, um Deinem E-Klappi in Sachen Geschwindigkeit einen Boost zu verpassen.

Du kannst zum Beispiel das Drehmoment erhöhen. Dafür tauschst Du das Antriebsritzel aus. Das funktioniert nur bei Kettenantrieben. Genaue Anleitungen findest Du unter dem Stichwort E-Bike-Ritzel-Tuning. Durch das Prinzip: vorne weniger Zähne als hinten einzusetzen, wird die Anschubenergie früher entfaltet, was Du vor allem am Berg spüren wirst.

Eine weitere Möglichkeit, die Geschwindigkeit des E-Bikes generell und des Klapprads im Speziellen zu erhöhen, ist die Veränderung des Akkus. Konkret bedeutet dies: Tausche den Standard-Akku gegen ein leistungsstärkeres Modell aus.

Weiterhin besteht beim E-Bike natürlich auch die Möglichkeit, die Reifen auszutauschen und mit mehr Traktion eine höhere Geschwindigkeit zu erreichen.

Wichtig für Dich beim Tunen Deines E-Klapprades ist, dass Du nicht gegen die Gesetze und Vorschriften, und vor allem nicht gegen die 25 km/h-Regel verstößt.

 

Modifikationen am neuen Klapprad – So wird’s noch etwas schicker und bequemer

Hast Du ein nagelneues Klapprad, wirst Du sicherlich schon die für Dich attraktivste und komfortabelste Variante ausgewählt haben. Das Klapprad Tuning findet hier dann in der Regel im optischen Bereich und im Bereich des Komforts statt. Beliebt sind der Tausch von Kettenschutz oder Spritzschutz. Ahead-Klappen in schickem Design, farbige Aluminiumschrauben. Lenkergriffe, Sattelbezüge, Bremsblenden, Ventile oder Pedale machen Dein Klapprad individuell und zu einem echten Hingucker. Auch beim Rahmen sind Deine Möglichkeiten, dem Klapprad einen besonderen Style zu geben, unendlich.

Richtiges Tuning hinsichtlich der Leistung wirst Du beim Neu-Fahrrad kaum brauchen. Aber je nachdem, wie Du Dein Klapprad nutzen möchtest, können breitere Reifen, eine stärker gefederte Sattelstütze oder leichtere Felgenringe, Kassetten und Ketten Dein Klapprad schneller und leichtgängiger machen. Auch in der Federgabel versteckt sich Potenzial für die Leistungssteigerung des Klapprads. Eine Highend-Variante in Sachen Klapprad Tuning ist die Technologie der elektronisch angesteuerten Kettenschaltungen.

 

Nostalgie Tuning beim Klapprad – so wird Dein altes Rad zum Retro-Hit

Ein großes Thema beim Klapprad sind die Klassiker und Raritäten, die man nur auf dem Flohmarkt oder auf online-Marktplätzen bekommt. Die Rede ist hier von den Pionieren unter den Klapprädern. Vor allem die Mifa-Klappis aus der ehemaligen DDR, HEW-Klappklassikern, Räder der Marke Universal oder auch die Hercules-Räder sind sehr begehrt. Die Kult-Räder stehen aber dann lang nicht nur im Keller oder als Schmuckstück in der Wohnung herum, sondern dürfen auch regelmäßig auf die Straße. Und hier beginnen dann auch die Unterschiede zwischen den Besitzern. Die einen legen viel Wert darauf, dass ihr Klappi im Originalzustand über die Straßen rollt, die anderen wollen dem Klapprad mit einem Tuning zu einem neuen Leben verhelfen. Möglichkeiten für das Tuning des alten Klapprads gibt es unendlich viele. Einige Ideen sollen diesen Beitrag zu einem runden Abschluss bringen.

  • Alten Lack und Rost durch neue Farbe und schicke Beschichtung ersetzen
  • Tausch der Schutzbleche, Ketten und Tretlager
  • Aufziehen neuer Reifen und Tausch von Felgen
  • Einbau eines modernen Lenkers und einer gefederten Sattelstütze
  • Aufsetzen eines modernen, bequemen Sattels
  • Einbau einer modernen Schaltung und moderner, sicherer Bremsen
  • Ersatz der alten Beleuchtung durch moderne Leuchten oder ein modernes Akku-Systeme mit Retro-Leuchten

 

Klapprad Tuning – ja bitte, aber legal!

Egal, ob Du mit Deinem Klapprad schneller, komfortabler oder einfach stylischer unterwegs sein möchtest: Du kannst so ziemlich alles an Deinem Rad pimpen und tunen. Achte dabei aber immer auf die gesetzlichen Vorschriften und darauf, dass Du auch mit Deinem getunten Rad sicher unterwegs bist. Im Zweifelsfall lass Dich von einer guten Fahrradwerkstatt oder einem Händler beraten, ehe Du Hand an Dein geliebtes Faltrad oder Klapprad anlegst. Auch die große Klapprad-Fangemeinde im Internet steht für viele Fragen zur Verfügung und hält Ideen für ein cooles Tuning, zum Beispiel um das Klapprad so richtig geländetauglich zu machen, parat.